Wir freuen uns, dass Pella Sietas ein letztes Mal durch Wasserinjektion den Werfthafen vom Schlick befreien darf. Das lange fertiggestellte Baggerschiff kann endlich zu Wasser gelassen und ausgerüstet werden.

Dauerhaft ist für das Problem der Verschlickung noch keine Lösung gefunden worden. Hamburg, Pella Sietas und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sollen gemeinsam eine Lösung finden. Pellas Sietas ist weiterhin an der Übernahme der Flensburger Schiffbaugesellschaft interessiert. Eine Verlagerung der Produktion nach Flensburg ist nicht ausgeschlossen.

Die Harburger AfD-Fraktion hatte erneut beantragt, Vertreter der Neuenfelder Werft in den Wirtschaftsausschuss der Bezirksversammlung einzuladen, um über die gravierenden Probleme mit dem Schlick und Lösungsmöglichkeiten zu berichten. Im Hauptausschuss am Dienstag, 28.7., legten SPD und Grüne in letzter Minute einen eigenen Antrag vor, der in dieselbe Richtung ging. Er wurde einstimmig angenommen. Der AfD-Antrag kam nicht mehr zur Abstimmung. Matthias Arft von der AfD-Fraktion ist trotzdem zufrieden: „Das Spiel kennen wir schon. Immer wenn wir einen Antrag vorlegen, den man nicht gut ablehnen kann, kommen SPD und Grüne mit einem ähnlichen eigenen Antrag daher. Wir haben mit unserem Antrag erreicht, dass Vertreter von Pella Sietas in den Regionalausschuss Süderelbe eingeladen werden. Dem Antrag von Rot-Grün haben wir gerne zugestimmt.“

Bis zur Ausschusssitzung im September kann Pella Sietas allerdings nicht mehr warten. Wir haben deshalb parallel unsere Bundestagsfraktion eingeschaltet. Unser Bundestagsabgeordneter Andreas Mrosek hat sich direkt an den für Bundeswasserstraßen zuständigen Staatssekretär Enak Ferlemann und an die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes gewandt, die für die Fahrwassertiefe der Este verantwortlich ist. Die Bundesbehörde muss in der Este mehr baggern lassen. Wir werden auf Bundesebene darauf drängen, dass die WSV ihrer Aufgabe und Verantwortung gerecht wird. Der Schiffbaustandort Neuenfelde muss erhalten bleiben.

Foto: GeorgHH