Aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude in der Knoopstraße in Harburg sollte ein Haus für studentisches Wohnen werden. Doch dann „vergaß“ das Bezirksamt, den Investor in einem städtebaulichen Vertrag dazu zu verpflichten. Der verpachtete das Gebäude und der Pächter vermietet darin jetzt hochpreisige Mikroapartments zum zeitlich befristeten Wohnen.

Das Bezirksamt sollte sofort Verhandlungen mit Investor und Pächter aufnehmen, um das Haus für studentisches Wohnen zurückzugewinnen. Das forderte die AfD-Fraktion in einem Antrag in der Harburger Bezirksversammlung. Das Bezirksamt ist in der Pflicht, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, führte Matthias Arft in seiner Rede zur Antragsbegründung aus. Mit der Mehrheit aus SPD und Grünen wurde der Antrag abgelehnt.

Natürlich lässt sich durch die Unterlassung des Bezirksamts nichts mehr erzwingen. Das schließt aber nicht aus, dass man durch Verhandlungen mit Investor und Pächter das Ziel, Wohnungen für Studenten zu schaffen, doch noch erreicht.